(home)  (infos)  (kontakte)  (geschichte)  (veranstaltungen)  (virt.rundgang)  (dorfladen)

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf


Ernst Fuchs, Grüner Malach, 1961-1963, Mischtechnik auf Papier, 65 x 50

Ernst Fuchs, Aus dem Van Gogh Zyklus, 1952, Tusche laviert, 30 x 28

 

 

Ernst Fuchs
Phantastische frühe Werke

im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
vom 13. August bis 25 September

 

 

Prof. Ernst Fuchs

Ernst Fuchs wurde am 13. Februar 1930 als einziges Kind eines strenggläubigen jüdischen Vaters und einer steirischen Christin in Wien geboren. Nach dem „Anschluss“ Österreichs mussten sein Großvater in die USA und der Vater nach Shanghai emigrieren. Die Mutter Leopoldine Fuchs blieb mit Ernst in Wien zurück. Nur die formelle Scheidung rettete ihren Sohn vor der Deportation. Im Alter von 12 Jahren wird er römisch-katholisch getauft – die religiösen Eindrücke, die diese Zeremonie begleiteten, prägten ihn tief und bestimmen sein weiteres Leben und vor allem sein gesamtes künstlerisches Schaffen.


Ernst Fuchs, Selbstbildnis aus Peter Infelds Gästebuch, 1978

Erste Unterweisungen im Zeichnen und Malen erhält der Zwölfjährige durch den Maler und Restaurator Alois Schiemann, dem Bruder seiner Taufpatin, danach wird er an der Malschule St. Anna in Bildhauerei und Malerei unterrichtet. Knapp 15jährig inskribiert der Hochbegabte 1945 an der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz in Wien, nach einem Semester bei Prof. Robin Christian Andersen setzt er sein Studium bei Prof. Albert Paris Gütersloh bis 1950 fort. Hier versammelte sich die Elite von Künstlern wie Wolfgang Hutter, Arik Brauer, Anton Lehmden und Kurt Steinwendner, die alle von ähnlichen Zielen schwärmten wie er. Die Malerklasse Gütersloh wird zur  Keimzelle der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, als deren Hauptvertreter Ernst Fuchs und Rudolf Hausner gelten. In seiner minuziösen Zeichen- und Maltechnik greift Ernst Fuchs auf die Tradition der Alten Meister zurück. Religion, Mythos, Magie, das Übernatürliche und Visionäre sind wichtige Bestandteile seines vielfältigen weltweit anerkannten Werkes.

Sammler und Experten nennen Ernst Fuchs einen „Hohen Priester der Malerei“ und sehen in ihm – spätestens nach dem Tode seines Künstlerfreundes Salvadore Dali – „Europas letzten Malerfürsten“,  das unermüdliche Multitalent als Maler, Grafiker, Zeichner, Illustrator, Bildhauer, Designer, Architekt, Schriftsteller und Komponist. Ernst Fuchs lebt und arbeitet seit 1988 überwiegend in Monte Carlo.

Die Ausstellung in Gerersdorf zeigt exquisite Frühwerke: Zeichnungen, Gemälde, Grafiken und Skulpturen.

Für die Leihgaben danken wir der Peter Infeld Privatstiftung und der Galerie Ernst Fuchs. Für die Unterstützung gilt unser Dank der Firma Thomastik-Infeld, alle Wien.