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Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf


Der kleine Apollon, 2008, Öl auf Platte, 150 x 150 cm
 

Clemens Kindermann
Zwischen Nähe und Distanz

im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
vom 7. Mai bis 12. Juni 2016


 

Clemens Kindermann

Clemens Kindermann wurde am 14. September 1977 in Wien geboren. Seine Begabung wurde ihm bereits in die Wiege gelegt: sein Vater Gustav Kindermann war Grafiker, Designer, Zeichner und Maler mit künstlerischen Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert zurück, seine Mutter Carola Kindermann, geb. Grand, ist leidenschaftliche Malerin. So ist es kein Wunder, dass bereits in frühesten Jahren kaum ein Stück Papier oder gar eine Hauswand vor seinen künstlerischen Ambitionen sicher war. In der Volks- und Mittelschule reüssiert er durch Comics und Karikaturen, in der Folge interessiert ihn mehr und mehr das Malen.

Gleichzeitig zu seinen humoristischen Zeichnungen fertigt er leuchtkräftige Gouachen an, bei denen er besonders Wert auf Plastizität und Detailtreue legt. Meist sind es Stillleben, Porträts und Akte, die mitunter konstruktivistische oder surrealistische Elemente enthalten. Die Farben sind häufig expressiv verfremdet, Dreidimensionalität ist ihm wichtig. Plastizität und Plakativität geben hier einander die Hand.


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996 beginnt er ein Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. In dieser Zeit emanzipiert sich Clemens Kindermann sowohl vom zeichnerischen als auch vom malerischen Konstruktivismus. Es beginnt eine neue Zeit des Experimentierens. Zwei Jahre später studiert er Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien, die er aber künstlerisch enttäuscht nach sechs Semestern wieder verlässt.

2000 entsteht eine für ihn selbst ungewohnt und inspirierend wirkende zehnteilige Serie von Selbstportraits, die seinen weiteren Malstil prägt. Neben grotesker Mimik, skurrilen Perspektiven und aberwitzigen Bildbeschneidungen versucht er, scheinbar ziellosen Materialeinsatz mit optisch verständlicher Gegenständlichkeit zu paaren: dick mit dem Pinsel oder Spachtel aufgetragene Bahnen aus Ölfarbe überschneiden oder kreuzen einander und vermengen sich mit breiten oder schmalen Nachbarstrichen. Aus nächster Nähe erscheint alles wie ein verwirrendes, abstrakt wahrgenommenes Chaos, das erst von einer gewissen Distanz zu einer gegenständlichen Wahrnehmung führt.

Clemens Kindermann lebt und arbeitet in Wien und in Pamhagen, Burgenland.

www.atelierkindermann.at


Selbst, 2010, Öl auf Leinen, 70 x 50 cm

 Der Maler, 2013, Druckstock, 60 x 45 cm